AKTIVITÄTEN 2021

ÜBER DEN VEREIN

PENGO GERMANY - International Cultural and Artistic Network (e.V in der Gründung) in Hildesheim 

Der gemeinnützige Verein PENGO Germany - International Cultural and Artistic Network ( e.V. in Gründung) ist Teil des PENGO International Network. Der Name unseres Netzwerks "Pengo" bedeutet "Lücke" auf Swahili. Wir stoßen bei unserer Arbeit häufig an Mauern: Visums-Probleme, Vorurteile, Hierarchien.

Durch kreative,experimentierfreudige Projekte möchten wir Lücken in diesen Mauern schaffen.  Im Mittelpunkt einer zunächst bis 2025 ausgelegten Agenda steht die Erweiterung des Netzwerks sowie internationale Residenzen und Kulturfestivals.

In einem internationalen Kernteam und drei lokal agierenden Länder-Teams suchen wir nach neuen transparenten und nachhaltigen Organisationsformen. Das Hildesheimer Gründungsteam besteht derzeit aus sieben jungen Kulturschaffenden, die aus den Disziplinen Bildende Kunst, Kulturvermittlung, Internationale Kulturpolitik, Medien und Theater eigene Schwerpunkte in die Netzwerkaktivitäten einbringen.

PROJEKTE 2021

DISKURSPROJEKT "CAN YOU HEAR US NOW?

AUSTELLUNGSPROJEKT "CAN YOU SEE US NOW?"

THEMA

Beide Projekte  reflektierten durch verschiedene Zugänge (diskursiv und künstlerisch) die (Un)Sichtbarkeit von Perspektiven innerhalb unserer eigenen sowie fremder Blickfelder. Wir entwickeln, kuratieren und präsentieren in einem internationalen Team künstlerische Aktionen, die das Spektrum der sichtbaren Perspektiven erweitern. Hierzu gehört auch die Entwicklung neuer Formate, die Prozesse und Ungleichgewicht im internationalen Team mit unterschiedlicher Herkunft und Gender nach innen und außen transparent machen sollen.

 

HINTERGRUND

Unser Sichtfeld ist momentan oft auf die eigene Wohnung, die Inzidenzzahlen des Wohnorts oder das leere Supermarktregal beschränkt. Dabei wird in der Pandemie umso deutlicher, dass wir in globalen Zusammenhängen leben und uns nicht Abschottung, sondern gemeinsames Arbeiten an einer gerechten, vielseitigen Welt weiterbringen. Mit unserem Projekt möchten wir aufzeigen, wie wir als junge Kulturschaffende in Ruanda, Uganda und Deutschland diese Zeit erleben. Wir wollen Fragen und Themen, welche uns begegnen und begleiten, künstlerisch sichtbar machen und ein Bewusstsein dafür stärken, dass es unzählige andere Geschichten zu erzählen gibt. Das gemeinsam organisierte Kunstfestival The Walls We Built (2019; in Kampala, Hildesheim, Berlin) bietet uns dafür eine Basis internationaler Kontakte und gemeinsamer Erfahrungen.

PROJEKTAKTIVITÄTEN


INTERN:

Bei regelmäßigen Treffen in den lokalen Teams sowie im internationalen Team werden wir an gemeinsamen methodischen und strukturellen Grundlagen arbeiten und diese parallel fortlaufend reflektieren und hinterfragen. Die Grundlage bildet ein Manifest, das sich an unsere agile Projektstruktur anpasst und weiterentwickelt.


DIGITAL:

Das Projekt CAN YOU SEE US NOW? wird in besonderer Art und Weise auf unserer Website präsent sein, zusätzlich wird ein neuer Instagram-Kanal entstehen. Über Blogeinträge, Videos und andere Formate werden wir nicht nur die vielschichtigen Team-Prozesse, sondern auch individuelle, alltägliche Herausforderungen und Auseinandersetzungen sichtbar machen und künstlerische Arbeiten zeigen. Die unterschiedlichen Hintergründe und Perspektiven der Projektbeteiligten ermöglichen Einblicke in die Arbeit eines interkulturellen Teams.

 

VOR ORT:

Für dieses Projekt haben wir uns zur Aufgabe gemacht, neue Formate zu testen, um das Thema “(Un-)Sichtbarkeiten” auf kreative Art und Weise für ein breites Publikum zugänglich zu machen. Wir werden z.B. im Rahmen des Open-Air Festivals Hildesheimer Wallungen sowie in einem Ladenleerstand in Hildesheim künstlerische Arbeiten junger Kunstschaffender aus Hildesheim, Kampala und Kigali zeigen. Unsere Veranstaltungen sollen Sichtbarkeiten reflektieren. Durch Vermittlungs-Formate (ggf. digital) werden Hildesheimer*innen und deren Perspektiven miteinbezogen.


DISKURS

Mit ICS International Collaboration Society e.V., und weiteren Netzwerkpartnern planen wir Diskussionsrunden und Workshops zu postkolonialen Strukturen, Entwicklungsarbeit und Diskriminierung, voraussichtlich in Hybridformaten in Hildesheim, Saarbrücken, Kigali und Kampala

ZIELE

Ziel unseres Projektes ist, nachhaltige Strukturen in unserem internationalen Team aufbauen, in denen jede*r mit seiner*ihrer Perspektive sichtbar ist und diese anerkennt und wertgeschätzt wird. Die Chancen dieser Vielfalt zeigen wir nach außen, indem wir im Sinne der ästhetischen Forschung unsere Arbeit dokumentieren und für andere transparent machen. Damit wollen wir Menschen, die in Kontakt mit dem Projekt kommen, zum Blick über den Tellerrand ermutigen. Wir klammen aber die Schwierigkeiten nicht aus, sondern zeigen, wo wir beim Vorhaben gleichberechtigter Zusammenarbeit an Grenzen stoßen. Nur durch das Sichtbarmachen können diese verändert werden.
Daneben möchten wir Sichtbarkeit schaffen für die Kunst anderer junger Kulturschaffender aus Deutschland, Ruanda und Uganda, die sich auf (selbst-)kritische Weise mit Fragen unseres Zusammenlebens und -arbeitens in einer globalisierten, aber von Hierarchien und Abhängigkeiten geprägten Welt auseinandersetzen.

PARTIZIPATION

Die künstlerischen Arbeiten, die wir zeigen, sind meist in einem Rechercheprozess entstanden, in dem die Künstler*innen die Stimmen von Menschen verschiedener Communities sammeln und einbinden. Wenn wir Kunst zeigen, ist es für uns unabdinglich, Vermittlung mitzudenken. Diese verstehen wir nicht als die Weitergabe von vorgefertigtem Wissen, sondern als Einladung, sich mit  der eigenen “Brille”, den eigenen Empfindungen und Gedanken mit der gezeigten Kunst auseinanderzusetzen. Wir planen für die Popup-Events Gesprächsformate (dialogische Führungen und Diskussionsrunden) und partizipative Angebote, bei denen die Teilnehmenden selbst künstlerisch aktiv werden. Damit werden die in den künstlerischen Arbeiten gezeigten Perspektiven um die der Besuchenden erweitert. Vermittlungsformate finden in Kooperation mit anderen Initiativen vor Ort statt und werden kostenfrei und niedrigschwellig angeboten, um gezielt Menschen einzuladen, die sich nicht automatisch zu solchen Kulturveranstaltungen eingeladen fühlen.

KOOPERATIONSPARTNER/NETZWERK


Neben unseren Haupt-Kooperationspartnern Bayimba Cultural Foundation (Uganda), Rwanda Arts Initiative (Ruanda) und der Universität Hildesheim (UNESCO Chair, Hildesheim) als Basis des internationalen Netzwerks bemühen wir uns derzeit um weitere länderübergreifende und lokale Kooperationspartner. Für das Projekt CAN YOU SEE US NOW? ist eine Diskussionsveranstaltung, voraussichtlich in hybridem Format, zu nachhaltiger Entwicklung und internationalen Kooperationen mit ICS International Collaboration Society (Saarbrücken, Ost-Afrika) geplant. In Hildesheim sind Kooperationen in der Planung, die in ihren Projekten jeweils unterschiedliche Gruppen der Stadtbevölkerung einbeziehen und so lokale, diverse Zugänge zum Thema Sichtbarkeit herstellen können.

ARTISTIC VISIONS

Creating smaller local art projects and international discourse formats in the participating countries in 2021-2022


Establishing a Local Artist in Residency Programme in 2023 and 2025 in each participating country.


Building up an International Artist in Residency Program and International Festival of the Arts. In 2023 in Kigali, Rwanda. In 2025 in Hildesheim, Germany. 


Establishing new digital and live discourse and workshop formats about postcolonial structures and sustainable collaboration structures


5 YEARS AGENDA



ORGANIZATIONAL STRUCTURES

We are aiming to build up different team structures, based on a central structured international team, and decentral structured local teams.


The International Team is central organized, it is responsible for creating the five years agenda, creating an international awareness for the project and holding the local team activities on line.


The local teams are decentral organized. Each team has different organizational structures, based on the current local situation. The local teams are only responsible for activities in their own country. 


ALL OF THESE STRUCTURES SHOULD BE AT ALL TIME TRANSPARENT AND VISIBLE. WE WANT TO CREATE SUSTAINABLE COLLABORATION STRUCTURES ON A LOCAL AND INTERNATIONAL LEVEL.


EXPANDING

THE NETWORK

Through collaborations with different institutions and partners we want to expand the Pengo Network and find new perspectives and visions through these collaborations. Our current partners are: